Der Schwarzmoosbach ist als Gewässer und Lebensraum für heimische Fische äußerst wertvoll und schützenswert. Zu diesem Resultat führte jetzt eine durch Experten vorgenommene Bestandsaufnahme. Nach der massiven Verunreinigung im Sommer 2019 sind jedoch umfangreiche Maßnahmen erforderlich.

Mit Hilfe spezieller Ausrüstung wurden mehrere Abschnitte des Baches zwischen Fuchsthal und Bachmehring systematisch untersucht sowie eine Fischzählung vorgenommen. Während es im damals verunreinigten Bereich heute beispielsweise wieder eine wahrnehmbare Population der robusteren Bachkoppen gibt, sind andererseits fast gar keine Forellen mehr vorhanden. Diese finden sich erst wieder oberhalb der Schadensstelle im Bereich der Quelle des Schwarzmoosbaches.

Bernhard Gum, Fischereifachberater der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, sagte zu, der Gemeinde Eiselfing in den kommenden Wochen eine Empfehlung zur Aufwertung des Gewässers zukommen zu lassen. Ein Baustein – so viel steht bereits fest – ist der gezielte Besatz mit Forellen, welcher bereits im Spätwinter beziehungsweise Frühjahr 2020 startet. Er wird von den örtlichen Fischereipächtern dann über Jahre hinweg regelmäßig durchgeführt werden müssen.

Bürgermeister Georg Reinthaler sagte im Rahmen des Ortstermins zu, einen verlandeten Seitenarm des Schwarzmoosbaches in Bachmehring wieder wasserdurchlässig gestalten zu lassen, um neue geschützte Laichflächen für Fische zu schaffen. „Wir sind als Gemeinde die Gewässereigentümerin und unterstützen die Pächter bei ihrer wichtigen Arbeit auch finanziell, um diesen ökologisch wertvollen Lebensraum wieder aufzuwerten.“

Zudem sei ein gemeinsamer Gesprächstermin mit den Eigentümern der bewirtschafteten Flächen entlang des Baches geplant, um in Zukunft eine bewusste Zusammenarbeit bei dessen Schutz vor Verschmutzungen und anderen negativen Beeinflussungen erreichen zu können.